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Kategorie Oktober, 2008

Lesen schon vor der Einschulung – gut oder schlecht?


Im Kindergarten haben mir immer wieder Mütter erzählt, dass ihre Kinder sie darum bitten, ihnen die Buchstaben oder das Lesen beizubringen. Viele Mütter sind hierbei aber verunsichert. Einige fürchten, dass sich die Kinder dann in der Schule langweilen werden, andere, dass es von den Lehrern nicht gerne gesehen wird. Also, was soll man tun?

Das Bedürfnis, die Zeichen der Erwachsenenwelt entziffern zu können, ist oft bereits während der Kindergartenzeit groß. Die Kinder entdecken in dieser Zeit überall Geschriebenes: Schilder, Aushänge im Kindergarten, Texte unter Bildern in ihren Bilderbüchern, Überschriften in der Zeitung, Texte auf Sammelkarten usw. und sie möchten natürlich wissen, was dort steht. Zunehmend interessiert sie auch, welche Buchstabenkombination welchem Wort entspricht. Sie möchten zunächst ihren Namen selber schreiben und dann auch den nahestehender Personen.

Diese natürliche Entdeckungsfreude ist doch toll und sollte meiner Meinung nach auf gar keinen Fall gebremst werden. Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung ganz unterschiedliche Phasen, in denen sie sich für ganz unterschiedliche Dinge interessieren. Zu diesem Zeitpunkt lernen sie “kinderleicht”, sind hochmotiviert und sollten von uns Eltern positiv unterstützt werden.

Auf der anderen Seite sind Eltern oft ganz versessen darauf, dass ihr Kind schon vor der Einschulung lesen, etwas schreiben und rechnen kann. Wenn sich ihr Kind vor der Einschulung aber nicht für das Lesenlernen interessiert, sollte man es dazu auch nicht anhalten. Sicherlich ist seine Aufmerksamkeit gerade auf etwas anderes gerichtet, und das ist für die Entwicklung des Kindes ebenfalls wichtig. Hätten Sie z. B. gewusst, dass das Schaukeln eine notwendige Voraussetzung für das Lesenlernen ist? Also unterstützen Sie ihr Kind genau bei dem, worauf gerade sein Interesse gerichtet ist.

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Leistungbewertung ohne Namenskenntnis? – Lehrer müssen Namen lernen


Namen sind wichtig. Nicht umsonst überlegen sich Eltern gründlich, welchen Namen sie ihrem Kind geben möchten. Im Kindergarten und in der Grundschule begleiten die ErzieherInnen/LehrerInnen unsere Kinder in der Regel viele Stunden in der Woche, so dass sie die Namen sehr schnell lernen. Sie verknüpfen die Namen dann mit vielen persönlichen Details der Kinder. In der weiterführenden Schule ist das oft ganz anders. Besonders LehrerInnen der sogenannten “Nebenfächer”, die meist viele Klassen jeweils nur 2 Schulstunden pro Woche unterrichten, brauchen oft sehr lange, bis sie die Namen der Schüler wirklich beherrschen. Oft arbeiten sie monatelang mit ihrem Sitzplan, und immer wieder hört man Geschichten, dass Lehrer Schülern am Ende des Schuljahrs eine Note geben, die schon lange nicht mehr in der Klasse sind. Auch ich saß schon einmal beim Elternsprechtag der Klasse 5 einem Lehrer gegenüber, der ganz offensichtlich nicht wusste, wer mein Sohn eigentlich ist. Aber wie kann man Schüler beurteilen, deren Namen man gar nicht kennt? Antwort: Gar nicht! Aus eigener Erfahrung als Lehrerin weiß ich, wie wichtig die Kenntnis der Schülernamen ist. Erst wenn man dem Gesicht eindeutig einen Namen zuordnen kann, ist gesichert, dass man den Schüler auch richtig kennt – unabhängig von Kleidung, Sitzplatz oder Frisur. Erst dann wird der Schüler für den Lehrer zum vollwertigen Menschen. Schließlich wird auch ein Tier erst dadurch zum Haustier und gar “Familienmitglied”, sobald es einen Namen bekommt. Erst dann kann der Lehrer dem Schüler individuelle Leistungen und Beiträge zuordnen.

Ohne Kenntnis der Namen ist die Klassse eine anonyme Masse

Ohne Kenntnis der Namen ist die Klassse für den Lehrer eine anonyme Masse

Wie kann man sicherstellen, dass Lehrer die Namen lernen?

Am einfachsten ist es, wenn die Schüler den Lehrer am Anfang der Stunde ganz konkret fragen, ob er / sie die Namen denn schon kennt. Sagt er nein, können die Schüler dem Lehrer vorschlagen, direkt eine “Namensrunde” zu machen. (Also die Namen aller Kinder einmal durchgehen.) Das Spielchen wird dann jede Stunde wiederholt, bis die Namen sitzen.

Wenn die Kinder sich dies nicht trauen oder sich die Lehrkraft weigert, sollten wir als Eltern aktiv werden, denn unsere Kinder haben ein Recht darauf, individuell wahrgenommen zu werden.

Eine Möglichkeit, auf solche Missstände hinzuweisen, sind Elternpfegschaftsabende. Liegt ein solcher nicht an, kann man sich an die Pflegschaftsvorsitzenden wenden oder an die Klassenlehrer.  Andere Möglichkeiten bietet die Sprechstunde der Lehrperson, der Elternsprechtag, eine kurze schriftliche Mitteilung oder ein Telefongespräch.

Natürlich haben es die Lehrer, die sehr viele unterschiedliche Klassen unterrichten, mit dem Namenlernen auch nicht immer leicht . An der Schule meines Mannes übernimmt es daher der jeweilige Klassenlehrer, am Anfang des Schuljahres eine Datei zu erstellen mit allen Schülernamen und jeweils einem dazugehörigen Foto, im Zeitalter der digitalen Kameras keinerlei Problem. Das hilft.

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Mein Tipp gegen Erkältung


Nach einem mäßigen Sommer ist es leider schon wieder richtig herbstlich draußen. Auf diese ständigen Wetterumschwünge stehe ich gar nicht. An dem einen Tag ist es noch sommerlich warm, am nächsten schweinekalt, nass und ungemütlich, typisches Wetter für die erste Erkältung. Wenn es draußen kalt ist, hilft bei mir immer heißer Tee, um mich angenehm von innen zu wärmen. Mein Sohn allerdings hasst jede Form von Tee – und wir haben wirklich eine große Auswahl. Darum gibt es bei uns jetzt öfter heiße Schokolade oder eine heiße Suppe, wenn ihm nach etwas Wärmendem ist.
Wenn sich aber trotzdem die ersten Anzeichen einer Erkältung anbahnen, haben wir ein Mittel gefunden, dass hilft: Ferrum phosphoricum compositum von der Firma Weleda. Hierbei handelt es sich um homöopatische Streukügelchen gegen gripale Infekte und fieberhafte Erkältungskrankheiten. Tim nimmt davon ca. 8 Kügelchen und wir Erwachsenen ca. 12. Am Anfang nimmt man das Mittel ungefähr alle 2 Stunden, später 3 mal am Tag. Homöopatische Mittel bekommt man übrigens rezeptfrei in der Apotheke. Ich persönlich merke jedesmal, wie die Symptome danach umgehend abklingen.

Da homöopatische Mittel ja bekanntlich keinerlei Nebenwirkungen haben, braucht man sich keine Gedanken darüber machen, ob der Griff zum Medikament schon sinnvoll ist oder nicht. Skeptiker betonen an dieser Stelle, dass diese Mittel nicht nur ohne Nebeneffekte sind, sondern gar keine Wirkung haben. Wenn eine mögliche Krankheit natürlich sofort behandelt wird und so gar nicht erst entsteht, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob man sie andernfalls bekommen hätte. Aber seit wir dieses Mittel für uns entdeckt haben, sind bei uns Erkältungskrankheiten eine Seltenheit. Und hat es einen doch mal erwischt, sind wir ganz schnell wieder fit. Ähnliche Erfahrungen haben viele meiner Bekannten übrigens auch gemacht. Die Lästerer dagegen sind oft wochenlang verschnupft oder hüsteln sich von einer Erkältung zur nächsten. Jedem das seine.

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Erfahrungsbericht: Hochbegabtenförderung


Nach dem Studium bekam ich vor einigen Jahren ein Jobangebot der Hochbegabten-Förderung in Bochum: ein Biologie-Kurs für ca. 8 hochbegabte Mädchen und Jungs im Alter um die 10 Jahre am Samstagvormittag. Ich war begeistert, denn ich liebe die Natur und hatte sofort hunderte von Ideen, was ich alles machen könnte ohne lästige Lehrpläne beachten zu müssen. Der Leiter der Einrichtung betonte, dass die Kinder in erster Linie Spaß haben sollten. Andererseits müsste ich auch die Erwartungen der Eltern ein wenig im Blick behalten, die sich oft eine intelektuelle Förderung ihrer Kinder erhoffen.
Was denken Sie, wofür sich Kinder mit einem IQ von mindestens 120 interessieren und woran sie am meisten Spaß haben? Komplexe Zusammenhänge und Fragestellungen, knifflige Aufgaben, Experimente, anspruchsvolle Problemstellungen oder Arbeitsblätter?
Ich begann mit einem ökologischen Aspekt: der Bodendurchlüftung und Durchmischung der Bodenschichten durch Regenwürmer, da es hierzu interessante Experimente gibt. Später wollte ich dann weitere Aspekte der Ökologie erarbeiten, da dieses Thema wegen seiner Komplexität als sehr anspruchsvoll gilt.

Das Einstiegsexperiment bauten die Kinder mit viel Freude auf. Anschließend gingen wir dann in den nahe gelegenen Park, um die noch fehlenden Regenwürmer auszugraben. Und das machte ihnen richtig Spaß. Sie wühlten voller Begeisterung stundenlang im Dreck und spielten anschließend noch glücklich auf dem Abenteuerspielplatz. Die folgenden Samstagvormittage wollten sie das am liebsten schon wieder machen, und nichts anderes. Meine anspruchsvollen Arbeitsblätter, eine systematische Erarbeitungen und Texte kamen dagegen bei den Kindern nur mäßig bis gar nicht an. Ihre Eltern dagegen schätzten diese. Die Entwicklung eines komplexen Ökologiespiels wiederum war bei den Kindern sehr beliebt. Überhaupt war es immer wichtig, das es nicht dem täglichen Schulunterricht ähnelte. Schließlich gingen wir sehr oft in den Park und entdeckten und untersuchten viele Dinge aus der Natur: Bäume, Hummeln, Käfer, Frühblüher, unterschiedliche Gräser usw. Hier zeigten sie viel Enthusiasmus. Die Klassifizierung und genaue Untersuchung unserer Funde machte allen Spaß.  Dazu gab es immer auch ein paar Kopien  – für ihre Eltern.
Gemeinsam war allen Kindern, das sie sehr gerne von sich erzählten und mei ne Nähe und Aufmerksamkeit suchten. Jeder wollte gern Beachtung und Anerkennung. Dies führte am Anfang leider auch zu Rivalitäten und Ansätzen von Mobbing. Ich achtete also besonders darauf, alle bei unseren gemeinsamen Exkursionen zu integrieren und zu beachten. Dadurch entstand nach kurzer Zeit eine angenehme Atmosphere, was man natürlich in einer so kleinen Gruppe leichter erreichen kann als z. B. in einer Schulklasse mit 32 Kindern. Die Eltern berichteten mir, dass ihre Kinder ausgesprochen gerne kommen und waren mit meiner Arbeit sehr zufrieden.

Wenn ich eins an diesen Samstagvormittagen wirklich gelernt habe, dann folgendes: die Grundbedürfnisse von Kindern sind unabhängig von ihrem IQ. Jedes Kind möchte in seiner Indivualität anerkannt und geachtet werden. Es möchte beachtet und mit seinen Wünschen respektiert werden. Förderung sollte immer bedeuten, die momentanen Interessen der Kinder zu unterstützten.

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Sport und Bewegung im Haus


Bewegung ist wichtig, das weiß jeder. Auch wir selbst fühlen uns nach dem Sport oder einem ausgiebigen Spaziergang oft wohler. Für das gesunde Heranwachsen von Kindern ist Bewegung zwingend notwendig. Kinder, die sich viel bewegen, können sich besser konzentrieren und lernen leichter. Bei Bewegungsmangel dagegen stauen sich überschüssige Energien an, was nicht selten zu Streit und Raufereien unter Geschwistern führt. Aber was, wenn es draußen mal wieder regnet?

Mit der Zeit hat sich  bei uns im Haus ein kleiner “Sportpark” gesammelt, der sich schon vielfach bezahlt gemacht hat. Es fing an mit einem Kicker in unserem Vorratskeller. Als nächstes wurde unser Schlafzimmer als “Tobe-Raum” freigegeben. Unser Schlafzimmer hat eine große Freifläche, die ansonsten tagsüber ungenutzt bliebe. Hier finden regelmäßig Fußballspiele zu zweit statt – mit einem Softball aus Schaumstoff, gibt es bei Decathlon für 4,- € (kleiner Tipp: nur die einfarbige Version ist völlig abriebfest, der Ball mit den schwarzen aufgedruckten Sechsecken kann leicht auf die Tapete abfärben). Bevor es losgehen kann, werden  schnell ein Bild abgenommen und ein paar Deko-Gegenstände in Sicherheit gebracht. Das eine Tor ist die Schlafzimmertür, das andere die gegenüberliegende Balkontür. Gespielt wird immer bis 10. Wenn keine Spielkameraden zur Verfügung stehen, gibt es am Wochenende auch schon mal ein Familientunier. Verrückt? Der Oma ist diese Form der Schlafzimmernutzung ein Dorn im Auge, aber was soll´s? Ob Sie´s glauben oder nicht, es macht sogar mir Spaß.

“Zwei-Mann-Luftballon-Batminton” ist ein selbst erfundenes Spiel mit einem Luftballon:  Dazu spannt Tim einfach eine Kordel quer durch das Zimmer von einer Türklinke zur anderen. Der Ballon darf jeweils nur einmal berührt werden, bevor er über das Seil muss.

Luftballonspiele eignen sich insgesamt ganz gut zum Spielen zu Hause, da sie nicht so leicht ernsthaften Schaden anrichten. Und für jedes Alter lassen sich leicht neue Spiele erfinden.

An einer Stufe befestigt hängt bei uns im Flur ein Boxsack, den man natürlich auch an einer Zimmerdecke befestigen könnte. Wenn man seinem Ärger mal richtig Luft machen möchte,  ist er ideal.

Außerdem besitzten wir noch ein Trampolin von Trimilin, das ebenfalls von allen Familienmitgliedern regelmäßig genutzt wird, da es immer einsatzbereit in einem der Zimmer steht. Mit etwas Fantasie finden Sie auch bei beengten Wohnverhältnissen unzählige weitere Möglichkeiten zum Bewegen und Toben.

Was klar werden soll: Bewegung ist für unsere Kinder so wichtig. Also sollten wir ihnen jede denkbare Möglichkeit dazu bieten. Geht  mal tatsächlich etwas dabei kaputt, kann man es zur Not neu kaufen. Schließlich sind Kinder wichtiger als die Blumenvase.

So, jetzt ist Schluss mit der Computer-Sitzung –> Jetzt ist Bewegung angesagt!!

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