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Erfahrungsbericht: Hochbegabtenförderung

Nach dem Studium bekam ich vor einigen Jahren ein Jobangebot der Hochbegabten-Förderung in Bochum: ein Biologie-Kurs für ca. 8 hochbegabte Mädchen und Jungs im Alter um die 10 Jahre am Samstagvormittag. Ich war begeistert, denn ich liebe die Natur und hatte sofort hunderte von Ideen, was ich alles machen könnte ohne lästige Lehrpläne beachten zu müssen. Der Leiter der Einrichtung betonte, dass die Kinder in erster Linie Spaß haben sollten. Andererseits müsste ich auch die Erwartungen der Eltern ein wenig im Blick behalten, die sich oft eine intelektuelle Förderung ihrer Kinder erhoffen.
Was denken Sie, wofür sich Kinder mit einem IQ von mindestens 120 interessieren und woran sie am meisten Spaß haben? Komplexe Zusammenhänge und Fragestellungen, knifflige Aufgaben, Experimente, anspruchsvolle Problemstellungen oder Arbeitsblätter?
Ich begann mit einem ökologischen Aspekt: der Bodendurchlüftung und Durchmischung der Bodenschichten durch Regenwürmer, da es hierzu interessante Experimente gibt. Später wollte ich dann weitere Aspekte der Ökologie erarbeiten, da dieses Thema wegen seiner Komplexität als sehr anspruchsvoll gilt.

Das Einstiegsexperiment bauten die Kinder mit viel Freude auf. Anschließend gingen wir dann in den nahe gelegenen Park, um die noch fehlenden Regenwürmer auszugraben. Und das machte ihnen richtig Spaß. Sie wühlten voller Begeisterung stundenlang im Dreck und spielten anschließend noch glücklich auf dem Abenteuerspielplatz. Die folgenden Samstagvormittage wollten sie das am liebsten schon wieder machen, und nichts anderes. Meine anspruchsvollen Arbeitsblätter, eine systematische Erarbeitungen und Texte kamen dagegen bei den Kindern nur mäßig bis gar nicht an. Ihre Eltern dagegen schätzten diese. Die Entwicklung eines komplexen Ökologiespiels wiederum war bei den Kindern sehr beliebt. Überhaupt war es immer wichtig, das es nicht dem täglichen Schulunterricht ähnelte. Schließlich gingen wir sehr oft in den Park und entdeckten und untersuchten viele Dinge aus der Natur: Bäume, Hummeln, Käfer, Frühblüher, unterschiedliche Gräser usw. Hier zeigten sie viel Enthusiasmus. Die Klassifizierung und genaue Untersuchung unserer Funde machte allen Spaß.  Dazu gab es immer auch ein paar Kopien  – für ihre Eltern.
Gemeinsam war allen Kindern, das sie sehr gerne von sich erzählten und mei ne Nähe und Aufmerksamkeit suchten. Jeder wollte gern Beachtung und Anerkennung. Dies führte am Anfang leider auch zu Rivalitäten und Ansätzen von Mobbing. Ich achtete also besonders darauf, alle bei unseren gemeinsamen Exkursionen zu integrieren und zu beachten. Dadurch entstand nach kurzer Zeit eine angenehme Atmosphere, was man natürlich in einer so kleinen Gruppe leichter erreichen kann als z. B. in einer Schulklasse mit 32 Kindern. Die Eltern berichteten mir, dass ihre Kinder ausgesprochen gerne kommen und waren mit meiner Arbeit sehr zufrieden.

Wenn ich eins an diesen Samstagvormittagen wirklich gelernt habe, dann folgendes: die Grundbedürfnisse von Kindern sind unabhängig von ihrem IQ. Jedes Kind möchte in seiner Indivualität anerkannt und geachtet werden. Es möchte beachtet und mit seinen Wünschen respektiert werden. Förderung sollte immer bedeuten, die momentanen Interessen der Kinder zu unterstützten.

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