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Kategorie Oktober, 2009

Spaß statt Pflicht – So helfen Kinder gern im Haushalt


“Meine Kinder müssen im Haushalt mithelfen.” Immer wieder höre ich diesen Satz, der meist von Müttern stolz verkündet wird. Was mich persönlich an diesem Satz stört ist das Wort “müssen”. Warum ist man denn so stolz darauf andere zu etwas zu zwingen, das sie anscheinend nicht wollen? Mithelfen im Haushalt ist natürlich wünschenswert und auch notwendig, aber wenn es größtenteils freiwillig passieren würde, wäre das doch viel besser, oder?
Helfer
Kleine Kinder helfen gerne bei allem, was man im Laufe des Tages in ihrer Gegenwart macht. Mein 1,5-jähriges Patenkind läuft zum Beispiel ganz oft mit einem Lappen durch die Wohnung und macht alles sauber und mein 4-jähriger Neffe liebt es die Fenster zu putzen. Abtrocknen, in Schränke einsortieren, fegen, schneiden, den Topf umrühren, Blumen gießen…Kleine Kinder lieben alle diese Pflichten, erfüllen sie akribisch und sind mit Hingabe bei der Sache.

Und genau jetzt ist es wichtig sie darin zu bestärken. Was sie brauchen sind Erfolgserlebnisse. Das bedeutet, man lobt die Kinder und drückt auch schon mal beide Augen zu, wenn die Ergebnisse für sich betrachtet alles andere als optimal sind. Auf keinen Fall sollte man jetzt auf Mängel hinweisen oder die erledigte Aufgabe anschließend korrigieren und optimieren. Während der Arbeit kann man aber ab und zu Tricks verraten, mit denen das Ganze noch besser klappt.

Wenn man jetzt Geduld beweist, profitiert man später. Anfänglich zum Beispiel hat das Kochen mit Tim fast doppelt so lange gedauert, heute (derzeit ist Tim 12 Jahre) kocht er mit Leidenschaft statt aus Pflichtgefühl oft allein das Mittagessen oder wir kochen gemeinsam. Seitdem er seine Liebe fürs Schnipseln und Schneiden mit hochwertigen Messern entdeckt hat, sorgt er zudem dafür, dass diese stets perfekt geschliffen sind.

Auch bei vielen anderen Dingen ist er mittlerweile eine echte Hilfe. Insgesamt haben wir aber festgestellt, dass wir die meisten Arbeiten lieber gemeinsam mit Spaß erledigen anstatt diese als Pflichten aufzuteilen.

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Bobo Siebenschläfer – Das beste Buch zum Vorlesen für Kinder ab 2 Jahren


Bobo_2Bei der Suche nach einem neuenVorlesebuch für Tim (damals 1,5 Jahre alt) bin ich auf folgendes Taschenbuch aus dem rowohlt-Verlag gestoßen : “Bobo Siebenschläfer: Bildgeschichten für ganz Kleine”. Empfohlen hatten es mir Mütter aus der Krabbelgruppe, die bereits ältere Kinder hatten. Da sie alle super begeistert waren, bin ich dann gleich in die Stadt gefahren und habe es gekauft. Ich selber hätte dieses Buch nie ohne diesen Tipp ausgewählt und war bei der Heimfahrt auch noch relativ skeptisch. Es handelte sich um ein ganz normales Taschenbuch, hatte nur schwach colorierte Bilder, auf den ersten Blick also wirklich kein Kassenschlager. Aber so kann man sich täuschen….

Dieses Buch ist wirklich absolut das beste Vorlesebuch, das mir in die Hände gefallen ist. Tim war von Anfang an begeistert. Wir haben ihm die Geschichten von dem Siebenschläfer Bobo sicherlich über hundert mal vorgelesen. Abend für Abend.  Und genauso begeistert wie Tim waren alle anderen Kinder, denen ich im Laufe der Jahre aus diesem Buch vorgelesen habe oder denen ich dieses Buch geschenkt habe. Und das schöne ist, es gefällt Jungs und Mädchen gleichermaßen.

Kinder lieben genau das, was dieses Buch auf den ersten Blick so unspektaklär erscheinen lässt. Die über 200 Bilder sind ganz einfach gehalten. In der Regel gibt es 4 Bilder auf einer Doppelseite, die jeweils mit einem oder  zwei klaren, einfachen  Sätzen beschrieben werden. Und die Geschichten sind alle aus dem Kleinkind-Alltag der 2-4 Jährigen  genommen. Insgesamt hat das Buch 7 Geschichten: Bobos Zuhause, beim Einkaufen, im Zoo, auf dem Spielplatz, Bobo ist krank, im  Garten mit Planschbecken und  Bobos Geburtstag. Alles Dinge, die die Kinder selber schon erlebt haben. Die Länge jeder Geschichte ist auch optimal für die ganz Kleinen. Besonders gut hat Tim übrigens das bebilderte Inhaltsverzeichnis gefallen. Dieses mussten wir immer zuerst aufschlagen, damit er sich dann eine Geschichte aussuchen konnte. Da Bobo übrigens am Ende jeder Geschichte einschläft, eignen sich die Geschichten besonders gut als Gute-Nacht-Geschichten.

Mittlerweilige gibt es mehrere Folgebände, die aber meiner Meinung nach nicht an die Qualität des ersten Bandes heranreichen. Alle Bobo-Bücher gibt es mitlerweile auch als gebundene Ausgabe. Ich selber verschenke nur noch die gebundene Ausgabe des ersten Bobo Siebenschläfer Buches, da das Buch durch die dickeren Seiten und den festen Umschlag deutlich stabiler ist. Außerdem sind die Bilder der gebundenen Ausgabe bunt.

Ganz viel Spaß beim Vorlesen!

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