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Kategorie Gesundheit

Mittelohrentzündungen und Hörprobleme – Antibiotika oder Alternativen der anthroposophischen Medizin?


Unser “Leidensweg”

Tim hatte als Kleinkind ständig Probleme mit den Ohren. Mit Eintritt in den Kindergarten entwickelten sich die üblichen Erkältungen regelmäßig zu Mittelohrentzündungen. Für unseren damaligen Kinderarzt kein Problem: dafür hat die Indunstrie ja Antibiotika und Penizilin erfunden. Anfänglich half das auch. Aber sobald Tim dann wieder gesund in den Kindergarten ging, kam die nächste Erkältung, wieder ein Antibiotikum – ein Teufelskreis. Auf Nachfrage, ob denn das Antibiotikum wirklich nötig und vor allem sinnvoll ist, kam stets ein “Ja, das muss schon sein!”. Da wir diesbezüglich doch irgendwann Bedenken bekamen, suchten wir einen anderen Kinderarzt. Aber auch dort lief es immer auf Antibiotikum hinaus, da Mittelohrentzündungen schwere Schäden im Ohr verursachen können.  Von mal zu mal wurde die Wirkung der Antibiotika jedoch schwächer – dafür bekam Tim als Nebenwirkung Durchfall. Schließlich setzte sich nach einer weiteren Mittelohrentzündung Sekret hinter das Trommelfell, so dass Tim nur noch eingeschränkt hören konnte. Also empfahlen man uns eine Operation, bei der ein Schnitt ins Trommelfell gemacht wird, so dass das Sekret abfließen kann, eine scheinbar häufig durchgeführte Operation.

Nachdem wir uns dazu entschlossen hatten, mussten wir noch eine ganze Zeit bis zum Operationstermin warten. Obwohl Tim nach wie vor nur eingeschränkt hören konnte, erfolgte bis zum OP-Termin keine weitere Therapie; geeignete Medikamente schien es nicht zu geben. Später erfuhren wir von anderen Eltern, dass diese noch viel länger auf die OP warten mussten, scheinbar kam es uns zu Gute, dass wir privat versichert waren.

Die Operation selbst verlief problemlos und Tims Beschwerden waren erst einmal verschwunden, zumal der Winter und damit die Erkältungszeit so gut wie vorüber waren. Allerdings kehrte das Problem im nächsten Winter zurück. Was sollten wir tun – wieder jede Menge Antibiotika oder wieder diese Operation?

Die “Rettung”

Schließlich bekamen wir den Tipp zu einem speziellen, anthroposophischen Arzt zu gehen, den viele unserer Bekannten in höchsten Tönen lobten. Leider hatte gerade dieser Arzt Urlaub, als wir ihn konsultieren wollten, so dass uns dort ein (ebenfalls anthroposophischer) Vertretungsarzt genannt wurde, bei dem wir schließlich landeten.

Zunächst möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich zwar grob die Lehre der Anthroposophen kannte, aber damals nicht wirklich mit deren medizinischen Ansätzen vertraut war. Bei diesem Arzt war nun viele anders: Schon die Athmosphäre im Wartezimmer – warme, pastellfarbene Wandtöne, viel Holz, angenehme Beleuchtung, abgerundete Möbel – war zwar etwas fremd, aber durchaus angenehm. Auch den Kindern schien sie gut zu tun: nur wenig Gequängel und wenig Hektik, trotz vollem Wartezimmer.

Bei der Untersuchung nahm sich der Arzt recht viel Zeit und hörte sehr aufmerksam zu und verschrieb ein homöopatisches Mittel – nämlich Levisticum e radice D3 Globuli velati von Wala, das umgehend half. Außerdem verschrieb er uns einen Kaltinhalator mit entsprechenden homöopatischen Mitteln und destilliertem Wasser. Direkt zu Beginn einer Erkältung inhalierte Tim nun immer sofort, und auf diese Weise nahm die Infektionshäufigkeit schnell ab.

Als Tim einige Jahre später noch einmal in Verbindung mit einer Mittelohrentzündung nur noch eingeschränkt hören konnte, bekam ich trotz meiner guten Erfahrungen mit homöopatischen Mitteln Angst, dass hier solche Mittel vielleicht nicht mehr helfen könnten. Der Arzt versicherte mir aber, dass ich mir keine Sorgen machen müsse und ganz bestimmt zur Heilung keine Antibiotika oder gar eine Operation nötig sei. Trotzdem blieb ich ein wenig skeptisch, als ich die Kügelchen aus der Apotheke abholte. Aber bereits 2 Tage später konnte Tim wieder hören und die Ohrenschmerzen verschwanden. Das Rezept für den Nasenballon zum mechanischen Druckausgleich, das uns der Arzt noch mitgegeben hatte, falls keine baldige Besserung eintritt, brauchten wir deshalb gar nicht. Gott sei Dank!

Mein persönlicher Geheimtipp gegen akute Ohrenschmerzen ist übrigens nach wie vor das gute alte Zwiebelsäckchen: einige glasig angedünstete oder lediglich kleingeschnittene  Zwiebeln in ein kleines Stoffsäckchen oder Baumwolltuch packen, darin die Zwiebeln gut quetschen und auf oder hinter das Ohr legen, am besten in Verbindung mit Wärme, sprich darauf kommt noch ein gewärmtes Körnerkissen oder eine Wärmflasche.

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Mein Tipp gegen Erkältung


Nach einem mäßigen Sommer ist es leider schon wieder richtig herbstlich draußen. Auf diese ständigen Wetterumschwünge stehe ich gar nicht. An dem einen Tag ist es noch sommerlich warm, am nächsten schweinekalt, nass und ungemütlich, typisches Wetter für die erste Erkältung. Wenn es draußen kalt ist, hilft bei mir immer heißer Tee, um mich angenehm von innen zu wärmen. Mein Sohn allerdings hasst jede Form von Tee – und wir haben wirklich eine große Auswahl. Darum gibt es bei uns jetzt öfter heiße Schokolade oder eine heiße Suppe, wenn ihm nach etwas Wärmendem ist.
Wenn sich aber trotzdem die ersten Anzeichen einer Erkältung anbahnen, haben wir ein Mittel gefunden, dass hilft: Ferrum phosphoricum compositum von der Firma Weleda. Hierbei handelt es sich um homöopatische Streukügelchen gegen gripale Infekte und fieberhafte Erkältungskrankheiten. Tim nimmt davon ca. 8 Kügelchen und wir Erwachsenen ca. 12. Am Anfang nimmt man das Mittel ungefähr alle 2 Stunden, später 3 mal am Tag. Homöopatische Mittel bekommt man übrigens rezeptfrei in der Apotheke. Ich persönlich merke jedesmal, wie die Symptome danach umgehend abklingen.

Da homöopatische Mittel ja bekanntlich keinerlei Nebenwirkungen haben, braucht man sich keine Gedanken darüber machen, ob der Griff zum Medikament schon sinnvoll ist oder nicht. Skeptiker betonen an dieser Stelle, dass diese Mittel nicht nur ohne Nebeneffekte sind, sondern gar keine Wirkung haben. Wenn eine mögliche Krankheit natürlich sofort behandelt wird und so gar nicht erst entsteht, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob man sie andernfalls bekommen hätte. Aber seit wir dieses Mittel für uns entdeckt haben, sind bei uns Erkältungskrankheiten eine Seltenheit. Und hat es einen doch mal erwischt, sind wir ganz schnell wieder fit. Ähnliche Erfahrungen haben viele meiner Bekannten übrigens auch gemacht. Die Lästerer dagegen sind oft wochenlang verschnupft oder hüsteln sich von einer Erkältung zur nächsten. Jedem das seine.

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