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Kategorie Schule

Mein Tipp für Leseanfänger – Spaß beim Lesen lernen mit der Reihe “Das Magische Baumhaus”


Als unser Sohn Tim lesen gelernt hat, entdeckte er plötzlich überall Schilder, Aushänge und andere Schriftstücke, die er nun ohne unsere Hilfe lesen konnte. Bald wollte er dann auch Bücher selbstständig lesen. Der Markt solcher Leselernbücher ist groß.

Solche Leselernbücher zeichnen sich durch die folgenden durchaus sinnvollen Kriterien aus:

  • kurze Zeilen mit abgeschlossenen Sinneinheiten
  • kurze Textabschnitte
  • klare Gliederung
  • großer Zeilenabstand
  • einfache Sätze
  • extragroße Druckschrift
  • bunte Illustrationen
  • Schrift, die nicht über einen farbigen Hintergrund (z.B. ein Bild) verläuft

Die Auswahl in unserer Stadtbücherei ist groß und die beschriebenen Kriterien machten das Lesen auch leicht möglich. Trotzdem war Tim von diesen Büchern ziehmlich enttäuscht. Das Problem war der folgende Punkt:

  • spannender, lustiger oder interessanter Inhalt

Dieser Punkt ist natürlich besonders wichtig, weil gerade er die Motivation zum eigenständigen Lesen ist. Viele Bücher für Leseanfänger versprechen deshalb einen solchen Inhalt. Ein Versprechen, das die von uns gekauften und geliehenen Bücher in der Regel nicht halten konnten.

Im Vergleich zu dem komplexen, spannenden Inhalt der Bücher, die wir ihm regelmäßig vorlasen, waren die Geschichten recht kurz, inhaltlich langweilig und sprachlich zu einfach und oberflächlich. Andererseits überforderten die normalen Romane, die ihm vorgelesen gut gefielen, natürlich einen Leseanfänger.

Die Lösung stellte dann die Buchreihe Das Magische Baumhaus da. (geschrieben von Mary Pope Osborne, erschienen im Loewe-Verlag, empfohlen ab 7 Jahren)

Darin erleben die Geschwister Philipp und Anne mit Hilfe eines verborgenen Baumhauses und der Fee und Bibliothekarin Morgana rätselhafte Abenteuer in fremden Welten und längst vergangenen Zeiten.

Im ersten Buch der Baumhaus-Reihe Im Tal der Dinosaurier entdecken die beiden beim Spielen im Wald ein Baumhaus, das voller Bücher ist. Beim Aufschlagen eines Saurierbuches beginnt sich das Baumhaus zu drehen und die Geschwister finden sich  in die Zeit der Dinos wieder.

Alle Bücher enthalten eine Rahmenhandlung, in der Anne und Philipp mehr über das Baumhaus und seinen Besitzer herauszufinden und eine eigenständiges Erlebnis, in dem sich die beiden Kinder an einen der Orte eines der herumliegenden Bücher entführen lassen -so zum Beispiel in die Ritterzeit, ins alte Ägypten, nach China, zu den Delfinen, in ein Spukschloss… Dort erleben sie dann ein spannendes Abenteuer.

Die Rahmenhandlung macht dabei automatisch Lust auf mehr und bei Tim ist diese Lesereihe wirklich zu einer Sucht geworden. Sie eignet sich durch die beiden Hauptfiguren und die sehr abwechslungsreichen Themen für Mädchen genauso wie für Jungs und hat schon einige Lesemuffel aus unserem Bekanntenkreis zum intensiven Lesen motiviert. Auch die Kommentare bei Amazon und in vielen Foren, die ich beim Schreiben dieses Artikel gelesen habe, zeigen ähnliche positive Erfahrungen.

Die zahlreichen Illustrationen der Bücher sind zudem sehr schön. Daher eignen sich die Bücher durchaus auch zum Vorlesen.

Es ist übrigens trotz der Rahmenhandlung nicht nötig die einzelnen Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Man kann einfach Themen auswählen, die das Kind interessiert. (Natürlich am besten selbst aussuchen lassen!)

Wenn sich die Kids anschließend für eines der Sachthemen näher interessiert gibt es zu vielen Gebieten “Forscherhandbücher”, die ebenfalls  empfehlenswert sind. So finden sich hier z. B. folgende Themen: Wirbelstürme, Weltall, Delfine und Haie, Tiefsee, Dinosaurier, Eisbären, altes Rom…)

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Feng Shui: Der optimale Schreibtisch und Arbeitsbereich für mein Kind


yinjang_grau_blau1Heute soll´s im Bereich Feng Shui ein bisschen konkreter werden. Wie kann ich den Arbeitsbereich (Schreibtisch, Regale, etc.) meines Kindes optimal gestalten? (gilt selbstverständlich auch für den eigenen Arbeitsplatz!)

Wichtig ist dabei, dass der Schreibtisch und sein Standort konzentriertes Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum möglich machen. Feng Shui kann uns Eltern dabei nützliche Tipps geben. Schön finde ich persönlich, dass man die Wirkung der Veränderungen sofort spüren kann. Kinder sind hierfür oft sehr sensibel und sollten unbedingt in den Prozess der Optimierung ihres Arbeitsbereiches einbezogen werden.

Los geht´s!

- Zunächst sollte der Schreibtisch unbedingt so ausgerichtet sein, dass man einen guten Blick auf die Tür hat. Dies ermöglicht einen optimalen Überblick und sorgt daher für ein Sicherheitsgefühl – ein Relikt aus Steinzeittagen.

- Der Schreibtisch sollte nicht im “Energie-Durchzug” stehen. Was ist damit gemeint? Stellen Sie sich vor, Energie würde entlang logischer Bahnen fließen- etwa zum Fenster herein, durchs Zimmer hindurch und zur Zimmertür wieder heraus, oder anders herum. Steht der Schreibtisch in einer solchen Bahn, so wird hier Energie “mitgerissen”. Besser ist, wenn er außerhalb einer solchen Bahn steht oder durch einen anderen Einrichtungsgegenstand geschützt ist. Die Energie kann z. B. durch einen Vorhang gebremst werden. Sie können diese Sachverhalte übrigens esoterisch sehen oder sich als naturwissenschaftlich bedingt vorstellen, es gilt so oder so.

- Weiter ist zu beachten, dass die Bereiche Lernen/Arbeiten und Schlafen deutlich getrennt sein sollten. Wenn das Kind hinter seinem Schreibtisch immer auf sein Bett schaut, bleibt ein Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung nicht aus.

- Ebenso wird ein konzentriertes Arbeiten natürlich erschwert, wenn der Blick ständig  abgelenkt wird, z. B. durch jede Menge Spielzeug, viele unterschiedliche Poster an den Wänden, einen Fernseher…

So besser nicht

So besser nicht

- Chaos auf dem Schreibtisch macht effektives Arbeiten ebenfalls schwer. Erstmal fehlt der ausreichende Platz und dann gibt es dort immer so viel zu entdecken, das vielleicht interressanter ist als die Hausaufgaben. Die Schulbücher und Schulhefte brauchen unbedingt einen festen Platz außerhalb der Tonne, und zwar nicht auf dem Schreibtisch oder gar auf dem Boden.

- Gemeinsam mit ihrem Kind sollten Sie regelmäßig die Schulsachen durchgehen und Überflüssiges aussortieren, z. B. Bücher vom letzten Schuljahr, volle Hefte, alte Mappen. Dinge, die derzeit nicht gebraucht werden, gehören nicht mehr an den Arbeitsplatz. Ich scheue mich nicht, manches direkt in den Altpapiercontainer zu bringen.

-”Versteckte Pfeile” sind ein weiterer Grund für Unwohlsein. Darunter versteht man alles Spitze oder Scharfkantige, was auf uns zeigt oder in unserer Richtung liegt. Dies können gefährlich herausragende Ecken eines Regals, spitze Blätter z.B. einer Yukkapalme, aber auch nach innen liegende Kanten des Raums sein. Schauen Sie sich aufmerksam um nach allem, woran man sich verletzen könnte. So finden sie diese Pfeile automatisch. Machen Sie sich klar, dass es nicht allein um das Verletzungsrisiko geht, sondern auch um das unbewusste Gefühl in der Nähe derartiger Stellen.

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Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) – Früherkennung und Vorbeugung bereits im Kindergarten möglich!


Die Legasthenie, auch Lese- Rechtschreib-Schwäche (LRS) genannt, macht den Schulbesuch für viele Kinder und Jugendliche zur Tortur, da schnelles, flüssiges Lesen und regelgerechtes Schreiben in fast allen Schulfächern notwendig sind und später einfach vorausgesetzt werden. Obwohl es Förderunterricht gibt und die LRS auch bei der Notenfindung vom Lehrer berücksichtigt werden kann, haben es Legastheniker in den staatlichen Regelschulen schwer.

Um so erstaunter war ich, als an einem Elternabend in Tims Kindergarten ein Test und ein darauf aufbauendes Förderprogramm vorgestellt wurde, das in der Lage ist, die Anzahl der Kinder mit Lese- und Rechschreib-Schwierigkeiten drastisch zu senken.

Alle Vorschulkinder nahmen im Einvernehmen mit ihren Eltern zunächst kostenlos am Bielefelder Screening (kurz:BISC) teil. Dabei handelt es sich um einen normierten Test, der zuverlässig vorschulische Schriftsprachvoraussetzungen erfasst. Der Test ermöglicht also bereits vor der  Einschulung eine Früherkennung von möglichen Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bei Vorschulkindern.

Jedes Kind wurde ca. 25 Minuten einzelnd getestet, die Ergebnisse  in einem Protokollbogen vermerkt und die ausgewerteten Ergebnisse dann später mit den Eltern besprochen. Die Aktion selbst hat meinem Sohn und allen anderen Kindern, die ich gesprochen habe, riesig Spaß gemacht.

Im Kindergarten: lauschen-hören-lernen

Im Kindergarten: lauschen-hören-lernen

Alle Kinder, bei denen ein Risiko festgestellt wurde, hatten anschließend die Möglichkeit über einen Zeitraum von 20 Wochen ebenfalls kostenlos an dem Würzburger Trainingsprogramm: “hören-lauschen-lernen” teilzunehmen. Das Gruppentraining  wird etwa 10 Minuten täglich durchgeführt und besteht aus sechs Übungseinheiten, die inhaltlich aufeinander aufbauen. (Lauschspiele, Reime, Sätze und Wörter, Silben, Anlaute, Phoneme[Laute]). Es fördert so spielerisch das phonologische Bewusstheit, also die Einsicht in die Lautstruktur der gesprochenen Sprache. Die Kinder trainieren zunächst das gezielte Hinhören und lernen dann, dass die gesprochene Sprache nicht nur eine Bedeutung hat, sondern auch eine Form, die man erhören kann. Zunächst wird das Augenmerk dabei auf die Gliederung in Sätze und Wörter gerichtet, dann werden die Struktureinheiten zunehmend kleiner bis hin zu eizelnen Lauten. Zudem wird durch das Training das Lang- und Kurzzeitgedächtnis aktiviert.

Das Programm hat aber auch den Anspruch, den Kindern Freude im Umgang mit der Sprache zu vermitteln. Die Kinder müssen dabei nicht still auf ihrem Platz sitzen, sondern sind aktiv und alle Sinne werden angesprochen. Toll!

Ich finde es sehr schade, dass nicht alle Kindergärten diese Möglichkeiten der Förderung nutzen und auf diese Weise vielen Kindern eine steinige Schulzeit erspart bleibt. Hier in unserer Umgebung bieten nur evangelische Kindergärten dieses Trainingsprogramm an. Aber das muss ja nicht so bleiben! Fragen Sie doch einfach in Ihrem Kindergarten nach diesem Programm oder schlagen Sie es vor.

Wer Interesse am Würzburger Trainingsprogramm hat, kann es in Buchform erwerben. Außerdem gibt es mittlerweile auch eine Multimediaversion, die bereits die meisten Übungen und Spiele in interaktive Multimediaspiele umgesetzt hat.


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Lesen schon vor der Einschulung – gut oder schlecht?


Im Kindergarten haben mir immer wieder Mütter erzählt, dass ihre Kinder sie darum bitten, ihnen die Buchstaben oder das Lesen beizubringen. Viele Mütter sind hierbei aber verunsichert. Einige fürchten, dass sich die Kinder dann in der Schule langweilen werden, andere, dass es von den Lehrern nicht gerne gesehen wird. Also, was soll man tun?

Das Bedürfnis, die Zeichen der Erwachsenenwelt entziffern zu können, ist oft bereits während der Kindergartenzeit groß. Die Kinder entdecken in dieser Zeit überall Geschriebenes: Schilder, Aushänge im Kindergarten, Texte unter Bildern in ihren Bilderbüchern, Überschriften in der Zeitung, Texte auf Sammelkarten usw. und sie möchten natürlich wissen, was dort steht. Zunehmend interessiert sie auch, welche Buchstabenkombination welchem Wort entspricht. Sie möchten zunächst ihren Namen selber schreiben und dann auch den nahestehender Personen.

Diese natürliche Entdeckungsfreude ist doch toll und sollte meiner Meinung nach auf gar keinen Fall gebremst werden. Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung ganz unterschiedliche Phasen, in denen sie sich für ganz unterschiedliche Dinge interessieren. Zu diesem Zeitpunkt lernen sie “kinderleicht”, sind hochmotiviert und sollten von uns Eltern positiv unterstützt werden.

Auf der anderen Seite sind Eltern oft ganz versessen darauf, dass ihr Kind schon vor der Einschulung lesen, etwas schreiben und rechnen kann. Wenn sich ihr Kind vor der Einschulung aber nicht für das Lesenlernen interessiert, sollte man es dazu auch nicht anhalten. Sicherlich ist seine Aufmerksamkeit gerade auf etwas anderes gerichtet, und das ist für die Entwicklung des Kindes ebenfalls wichtig. Hätten Sie z. B. gewusst, dass das Schaukeln eine notwendige Voraussetzung für das Lesenlernen ist? Also unterstützen Sie ihr Kind genau bei dem, worauf gerade sein Interesse gerichtet ist.

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Leistungbewertung ohne Namenskenntnis? – Lehrer müssen Namen lernen


Namen sind wichtig. Nicht umsonst überlegen sich Eltern gründlich, welchen Namen sie ihrem Kind geben möchten. Im Kindergarten und in der Grundschule begleiten die ErzieherInnen/LehrerInnen unsere Kinder in der Regel viele Stunden in der Woche, so dass sie die Namen sehr schnell lernen. Sie verknüpfen die Namen dann mit vielen persönlichen Details der Kinder. In der weiterführenden Schule ist das oft ganz anders. Besonders LehrerInnen der sogenannten “Nebenfächer”, die meist viele Klassen jeweils nur 2 Schulstunden pro Woche unterrichten, brauchen oft sehr lange, bis sie die Namen der Schüler wirklich beherrschen. Oft arbeiten sie monatelang mit ihrem Sitzplan, und immer wieder hört man Geschichten, dass Lehrer Schülern am Ende des Schuljahrs eine Note geben, die schon lange nicht mehr in der Klasse sind. Auch ich saß schon einmal beim Elternsprechtag der Klasse 5 einem Lehrer gegenüber, der ganz offensichtlich nicht wusste, wer mein Sohn eigentlich ist. Aber wie kann man Schüler beurteilen, deren Namen man gar nicht kennt? Antwort: Gar nicht! Aus eigener Erfahrung als Lehrerin weiß ich, wie wichtig die Kenntnis der Schülernamen ist. Erst wenn man dem Gesicht eindeutig einen Namen zuordnen kann, ist gesichert, dass man den Schüler auch richtig kennt – unabhängig von Kleidung, Sitzplatz oder Frisur. Erst dann wird der Schüler für den Lehrer zum vollwertigen Menschen. Schließlich wird auch ein Tier erst dadurch zum Haustier und gar “Familienmitglied”, sobald es einen Namen bekommt. Erst dann kann der Lehrer dem Schüler individuelle Leistungen und Beiträge zuordnen.

Ohne Kenntnis der Namen ist die Klassse eine anonyme Masse

Ohne Kenntnis der Namen ist die Klassse für den Lehrer eine anonyme Masse

Wie kann man sicherstellen, dass Lehrer die Namen lernen?

Am einfachsten ist es, wenn die Schüler den Lehrer am Anfang der Stunde ganz konkret fragen, ob er / sie die Namen denn schon kennt. Sagt er nein, können die Schüler dem Lehrer vorschlagen, direkt eine “Namensrunde” zu machen. (Also die Namen aller Kinder einmal durchgehen.) Das Spielchen wird dann jede Stunde wiederholt, bis die Namen sitzen.

Wenn die Kinder sich dies nicht trauen oder sich die Lehrkraft weigert, sollten wir als Eltern aktiv werden, denn unsere Kinder haben ein Recht darauf, individuell wahrgenommen zu werden.

Eine Möglichkeit, auf solche Missstände hinzuweisen, sind Elternpfegschaftsabende. Liegt ein solcher nicht an, kann man sich an die Pflegschaftsvorsitzenden wenden oder an die Klassenlehrer.  Andere Möglichkeiten bietet die Sprechstunde der Lehrperson, der Elternsprechtag, eine kurze schriftliche Mitteilung oder ein Telefongespräch.

Natürlich haben es die Lehrer, die sehr viele unterschiedliche Klassen unterrichten, mit dem Namenlernen auch nicht immer leicht . An der Schule meines Mannes übernimmt es daher der jeweilige Klassenlehrer, am Anfang des Schuljahres eine Datei zu erstellen mit allen Schülernamen und jeweils einem dazugehörigen Foto, im Zeitalter der digitalen Kameras keinerlei Problem. Das hilft.

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