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Kategorie Spielen

Intuition und Denken fördern mit Rätselgeschichten von CUS


“Ein Mann schwitzt stark. Trotzdem hat er Handschuhe an. Warum?” (Stufe 1)

“Romeo und Julia liegen tot auf dem Boden. Das Fenster steht offen, am Boden eine Wasserlache. Was ist passiert?” (Stufe 2)

“Alle Welt schaut ihnen zu. Nur Michael, der tausendmal näher dran war als alle anderen, sah nichts. Warum?” (Stufe 3)

“Weil er unabsichtlich den Auslöser drückte, musste er sterben. Was ist passiert?” (Stufe 4)

Vielleicht kennen Sie solche Rätselgeschichten auch noch aus ihrer Kinder- und Jugendzeit. Jemand schildert eine alltägliche, manchmal auch ungewöhnliche oder schaurige Situation und die anderen müssen durch geschickte Ja-Nein-Fragen das Geschehene Stück für Stück enträtseln.

Im Urlaub haben wir mit unseren Bekannten einen ganzen Abend mit dem Rekonstruieren verbracht und unsere Kinder hatten jede Menge Spaß genauso wie wir Eltern.

Mittlerweile stießen wir in der Buchhandlung auf eine ganze Sammlung solcher Rätsel, und zwar das erste Rätselbuch von dem populären Rätselerfinder CUS: “Was ist hier passiert?”. Darin hat der Autor einerseits mehr oder weniger bekannte Rätsel gesammelt und zum anderen eigene Rätsel entwickelt. (CUS ist übrigens ein Pseudonym aus den Initialen des Autors. Der bekannteste Rätselautor Deutschland hat sich selbst auch zu einem Mystery gemacht. Man weiß nämlich weder seinen Namen noch seinen genauen Wohnort in Bayern und auf Fotos sieht man ihn mit großer, schwarzer Brille oder nur seinen Schatten.)
Das Buch hat insgesamt 155 Mysteries, die in 4 Schwierigkeitsgrade unterteilt sind (leichte, mittelschwere, schwierige und hammerharte Rätsel).  Am Ende des Buches findet man zu jedem Rätsel zwei Tipps, die einem auf die Sprünge helfen sollen, falls einem die Ideen ausgehen. Die Lösungen der Rätsel finden sich natürlich auch am Ende.
Seither rätseln wir regelmäßig gemeinsam – z. B. wenn es mal wieder den ganzen Tag draußen regnet, auf langen Autofarten, auf Spaziergängen oder einfach nur so. Dabei wechseln wir uns mit der Rolle des Rätselstellers ab. Dieser schaut in der Lösung nach, liest die beiden Tipps und stellt dann die Situation vor. Die anderen dürfen raten. Tim kann davon gar nicht genug bekommen. Es macht ihm besonders Spaß, uns beim verzweifelten Suchen nach der richtigen Lösung zuzusehen und mit diebischer Freude immer wieder “Nein!” zu verkünden. Genauso freut er sich aber auch, wenn sich beim Raten der plötzliche Aha-Effekt einstellt und er die richtige Lösung erkennt. Meiner Erfahrung nach ist es für Kinder allerdings frustrierend, wenn sie der Lösung über einen längeren Zeitraum scheinbar nicht näher kommen. Das tritt bei kleinen Kindern natürlich meist schneller ein als bei größeren. Diese Frustrationsgrenze sollte man auf keinen Fall überstrapazieren, da das ganze ja Spaß machen soll. Die beiden im Buch vorgeschlagenen Tipps kommen hier meist genau richtig. Manchmal hilft es den Kindern aber auch, wenn man auf entscheidene Fragen doch etwas mehr als nur “ja” oder “nein” antwortet. Auch in einem etwas größeren Rateteam lässt sich anhaltende Ratlosigkeit natürlich länger und leichter ertragen als allein.
Mitspieler, die den für diese Rätsel typischen Geistesblitz haben, können dem Rätselsteller ihre Lösung leise mitteilen und dann beim Beantworten der Fragen helfen, so dass die anderen auch noch die Chance auf das tolle Gefühl haben, das sich einstellt, wenn die Ratenuss geknackt ist.
Toll bei diesen Rätseln ist, dass sie das Querdenken fördern. Die Lösung ist meist simpel und lediglich unsere eingeschränkte Sichtweise verhindert, dass wir die Rätsel auf Anhieb lösen. Auch im realen Leben liegt die Lösung von Problemen oft darin, dass man eine andere Perspektive einnimmt. Um die Rätsel zu lösen braucht man zwei Dinge: Methodik und Intuition.
Während in der Schule methodisches Vorgehen gezielt trainiert wird, wird die Förderung der Intuition oft bei der Erziehung vernachlässigt. Hier bieten diese Rätsel also einen sehr sinnvollen Nebeneffekt.

Wer also noch etwas für Weihnachten oder einen Geburtstag sucht, ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen:


PS: Die einzige “aus dem Rahmen fallende” 2-Sterne-Rezension bei Amazon bezieht sich nicht auf diesen ersten Band von CUS, sondern auf das Nachfolgerbuch.

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Sport und Bewegung im Haus


Bewegung ist wichtig, das weiß jeder. Auch wir selbst fühlen uns nach dem Sport oder einem ausgiebigen Spaziergang oft wohler. Für das gesunde Heranwachsen von Kindern ist Bewegung zwingend notwendig. Kinder, die sich viel bewegen, können sich besser konzentrieren und lernen leichter. Bei Bewegungsmangel dagegen stauen sich überschüssige Energien an, was nicht selten zu Streit und Raufereien unter Geschwistern führt. Aber was, wenn es draußen mal wieder regnet?

Mit der Zeit hat sich  bei uns im Haus ein kleiner “Sportpark” gesammelt, der sich schon vielfach bezahlt gemacht hat. Es fing an mit einem Kicker in unserem Vorratskeller. Als nächstes wurde unser Schlafzimmer als “Tobe-Raum” freigegeben. Unser Schlafzimmer hat eine große Freifläche, die ansonsten tagsüber ungenutzt bliebe. Hier finden regelmäßig Fußballspiele zu zweit statt – mit einem Softball aus Schaumstoff, gibt es bei Decathlon für 4,- € (kleiner Tipp: nur die einfarbige Version ist völlig abriebfest, der Ball mit den schwarzen aufgedruckten Sechsecken kann leicht auf die Tapete abfärben). Bevor es losgehen kann, werden  schnell ein Bild abgenommen und ein paar Deko-Gegenstände in Sicherheit gebracht. Das eine Tor ist die Schlafzimmertür, das andere die gegenüberliegende Balkontür. Gespielt wird immer bis 10. Wenn keine Spielkameraden zur Verfügung stehen, gibt es am Wochenende auch schon mal ein Familientunier. Verrückt? Der Oma ist diese Form der Schlafzimmernutzung ein Dorn im Auge, aber was soll´s? Ob Sie´s glauben oder nicht, es macht sogar mir Spaß.

“Zwei-Mann-Luftballon-Batminton” ist ein selbst erfundenes Spiel mit einem Luftballon:  Dazu spannt Tim einfach eine Kordel quer durch das Zimmer von einer Türklinke zur anderen. Der Ballon darf jeweils nur einmal berührt werden, bevor er über das Seil muss.

Luftballonspiele eignen sich insgesamt ganz gut zum Spielen zu Hause, da sie nicht so leicht ernsthaften Schaden anrichten. Und für jedes Alter lassen sich leicht neue Spiele erfinden.

An einer Stufe befestigt hängt bei uns im Flur ein Boxsack, den man natürlich auch an einer Zimmerdecke befestigen könnte. Wenn man seinem Ärger mal richtig Luft machen möchte,  ist er ideal.

Außerdem besitzten wir noch ein Trampolin von Trimilin, das ebenfalls von allen Familienmitgliedern regelmäßig genutzt wird, da es immer einsatzbereit in einem der Zimmer steht. Mit etwas Fantasie finden Sie auch bei beengten Wohnverhältnissen unzählige weitere Möglichkeiten zum Bewegen und Toben.

Was klar werden soll: Bewegung ist für unsere Kinder so wichtig. Also sollten wir ihnen jede denkbare Möglichkeit dazu bieten. Geht  mal tatsächlich etwas dabei kaputt, kann man es zur Not neu kaufen. Schließlich sind Kinder wichtiger als die Blumenvase.

So, jetzt ist Schluss mit der Computer-Sitzung –> Jetzt ist Bewegung angesagt!!

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Feng Shui im Kinderzimmer – Basisartikel


Feng Shui – das war doch noch gleich … ?

Feng Shui ist ein Teil der daoistischen Philosophie und stammt ursprünglich aus China. Ziel dieser Lehre ist eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume erreicht werden soll.

Genau, das Feng Shui, mit dessen Hilfe reiche Leute mit passendem Innenarchitekten ihre Luxuswohnungen einrichten. Doch was hat das mit Erziehung zu tun?

Auch ohne einen teuren Feng-Shui-Berater oder das ausgiebige Studium dieser sehr umfangreichen Lehre kann man einige Anregungen und Aspekte aus dem Jahrhunderte alten Erfahrungsschatz bei der Einrichtung des Kinderzimmers berücksichtigen.

Auch Sie haben sicher schon einmal einen Raum betreten und sich spontan wohl oder unwohl gefühlt. Woran liegt das? Die Lehre des Feng Shui hilft uns, die Zusammenhänge zwischen der äußeren Umgebung und unserem Wohlbefinden zu erkennen.

Ich habe eine kleine Fotoauswahl von “normalen” Kinderzimmern zusammen gestellt. Schauen Sie sich diese doch einfach mal in Ruhe an und fragen Sie sich, wie die unterschiedlichen Zimmer auf Sie wirken. Welches Zimmer strahlt Ruhe und Geborgenheit aus, kann man sich optimal entspannen, wo lässt es sich wohl in aller Ruhe spielen, wo kann man toben – welches Zimmer wirkt beengend, bedrückend, chaotisch usw.?

Oder gehen Sie doch einfach mal in das bzw. die Zimmer ihrer Kinder – stellen Sie sich ruhig einmal vor, Sie würden darin leben. Kann man im Bett gut zur Ruhe kommen (ruhig mal selbst probehalber hineinlegen), gibt es genügend Freiflächen zum Spielen und kann man sich am Schreibtisch optimal konzentrieren?

Im Feng Shui geht man davon aus, dass Räume zum einen Ausdruck unserer Persönlichkeit sind, aber man umgekehrt durch die bewusste Gestaltung auch ganz gezielt Wohlbefinden, Verhalten und Wünsche der einzelnen Person beeinflussen kann. Alles um uns herum hat ständig eine Wirkung auf uns, kann uns also genauso stärken wie schwächen: die Anordnung der Möbel, Materialien, Formen und natürlich auch Farben.

Ganz konkrete Möglichkeiten zur Einrichtung des Kinderzimmers und der damit verbundenen Wirkung auf unsere Kinder werden in kommenden Artikeln vorgestellt.

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Action-Origami für Kinder


Origami – ist das nicht die taiwanische Hauptstadt, oder ist das eine neue Sushi-Bar? Nein, Origami ist natürlich die traditionelle japanische Papierfaltkunst, die sich auch bei unseren Kindern seit langem großer Beliebtheit erfreut.

Das Schöne dabei ist, dass man dazu eigentlich nur Papier und ein wenig gemeinsame Zeit braucht.

Was aber ist nun Action-Origami? Diesen Begriff werden Sie in keiner Wikipedia finden. Gemeint ist einfach eine spezielle Art von Origami, bei der das Endprodukt nicht nur schön anzuschauen ist, sondern auch aktiv als Spielzeug verwendet werden kann, und deshalb auch schon für kleine Kinder geeignet ist. Einiges davon kennen Sie sicherlich aus Ihrer eigenen Kindheit, auch wenn man es sicherlich nicht mit dem klassischen Origami in Verbindung bringt: Himmel und Hölle, Papierflieger oder das Schiffchen.

Diese und viele weitere wirklich tolle Ideen finden sich in dem Buch: “Origami-Spaß für Kinder” von Joan Sallas aus dem Augustus Verlag, das mir und meinem Sohn Tim von allen Büchern zu diesem Thema mit Abstand am besten gefallen hat.

Einige von Tims Favoriten: der Frosch (hüpft, wenn man ihn am Hinterkörper herunterdrückt, auch als Spiel geeignet: Bei wem springt der Frosch in den Topf?), das Zirkuspferd (macht Salto, wenn man es am Schwanz hochwirbelt, wobei man versucht, dass es wieder auf den Füßen zu stehen kommt) oder der Monsterfisch (mit dem man Papa in die Nase beißen kann). Auf Tims 5. Kindergeburtstag kamen die Frösche und Pferde übrigens auch gut an.

Das Buch ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet, macht aber auch älteren Kindern Spaß. Es bietet einen prima Einstieg in die Kunst des Papierfaltens, da es mit grundlegenden Falttechniken und Symbolen vertraut macht. Um zu einem tollen Ergebnis zu kommen, wird auch schon mal ein Scherenschnitt gemacht – etwas was es beim klassischen Origami nicht gibt – aber wen stört das schon. Die Kunstwerke sind jeweils mit einem Schierigkeitsgrad von 1 bis 4 versehen, haben eine “das brauchst du:…” und sind toll erklärt. Kinder trainieren auf diese Weise ihre Fingerfertigkeit, lernen Ruhe und Geduld aufzubringen und werden durch ihr selbstgebasteltes Spielzeug belohnt. Es warten Hubschrauber, Grashüpfer, Windmühlen, Knalltüten usw. auf ihre Benutzung.

Falls Sie an diesem Buch interessiert sind, können Sie es direkt bei Amazon kaufen, indem Sie auf den folgenden Link klicken. Viel Spaß damit!

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Lernen mit Pokemon-Karten


Im Laufe des 2. Kindergartenjahres teilte uns Tim mit: “Meine Bagger-Phase ist jetzt vorbei.” (Bisher waren Bagger sein ein und alles). Und so war es dann auch. Stattdessen rückte an diese Stelle ein neues Interesse: Pokemon.

Von Tim selbst entworfene Pokemonkarte


Während mein Mann gelassen blieb, war ich zunächst geradezu entsetzt. Sich gegenseitig bekämpfende Phantasiewesen standen schließlich im Kreise der engagierten Kindergarten-Mütter alles andere als hoch im Kurs. Aber die Pokemon-Begeisterung von Tim und vieler anderer Kinder aus seiner Kindergartengruppe ließ sich nicht so einfach unterdrücken. Genährt wurde sie von denjenigen, die im Fernsehen alles sehen durften und die grundsätzlich mit Spielzeug aller Art geradezu überversorgt waren.
Schließlich entschied ich mich, die Sache unvoreingenommen anzugehen. Ich sah mir einige der Fernsehfolgen an und konnte das Entsetzen eigentlich nicht teilen. Pikachu war recht niedlich, die Arenakämpfe der Pokemon konnte man irgendwie als Sport begreifen, und die Story war meist einfach, aber kindgerecht. Schließlich kämpft auch in klassischen Märchen Gut gegen Böse. Wie so oft war es unter den Müttern nur die Angst vor dem, was man nicht kennt.
Letztlich konzentrierte sich das Hauptinteresse der Kinder eh auf die Sammelkarten. Der Versuch, all die unterschiedlichen Pokemon mit ihren Eigenschaften und ihre Weiterentwicklungen auch zu lernen, scheiterte bei mir allerdings. Und Kinder freut das, in dieser Welt sind sie die Fachleute.
Im Laufe der Jahre haben sich mehrere Hundert Karten gesammelt, die wir größtenteils sehr günstig auf Kindertrödelmärkten erworben haben. Sie haben meinen Sohn ca. 5 Jahre seiner Kindheit treu begleitet.
Sie halten die Beschäftigung mit diesen Karten für Zeitverschwendung, weil man mit diesem “Fachwissen” später überhaupt nichts anfangen kann? Der Schein trügt. Mein Sohn hat mit seinen Pokemonkarten weit vor der Einschulung lesen und den Umgang mit Zahlen gelernt. Fähigkeiten die für das Spielen mit den Karten letztlich unerlässlich sind. Denn auf Dauer finden das Kind keinen Erwachsenen, der einem ständig die Karten vorliest. Und ist auf die älteren Spielgefährten wirklich Verlass?
Diese Motivation ist besser als jedes Leselernspiel. Die Karten schulen außerdem das faire Handeln und Tauschen mit Gleichgesinnten sowie das systematische Ordnen und Kategorisieren im Umgang mit Daten (jedes Pokemon hat einen Typ, KP-Punkte für ihre Stärke, Schwächen und Resistenzen, Attacken unterschiedlicher Art, Entwicklungsstufen, usw., eine in sich völlig ausgetüftelte Welt an konkreten Daten), und sogar seine ersten englischen Wörter stammten von einigen Karten, die er nur in englischer Sprache besaß.

Auch seine ersten Schritte im Umgang mit Grafiksoftware hat Tim mit Pokemonkarten erlernt. An der oben zu sehenden selbst erstellten Pokemonkarte hat er viele Stunden gesessen und sich dabei so manchen Kniff des Grafikdesigns aneignen müssen.

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